Ev. Melanchthongemeinde Griesheim
- Herzlich Willkommen


 

Am 8. Januar fand in der Evangelischen Melanchthongemeinde, Brucknerstraße 18 in Griesheim ein Kantatengottesdienst statt.

Zur Aufführung kam Johann Sebastian Bachs Kantate zum Sonntag nach Neujahr ‚Ach Gott, wie manches Herzeleid‘ (BWV 58).

Orchester Camerata

Es spielte die Gustl-Gromes-Camerata, St. Stephan, mit den Solisten Lydia Langen (Sopran), Sebastian Funk (Violine), Oliver Eichhorn (Violoncello) und Stefan Haun (Orgel). Die Leitung hatte Dr. Thomas Lippert, der auch die Bass-Partie übernahm.

Durch den Gottesdienst führte Pfarrer Rampelt.

 Die Kantate besteht aus fünf Sätzen: Am Anfang und am Schluss steht jeweils ein vom Orchester begleiteter Choral des Soprans mit eingefügter Bass-Arie. Dazwischen liegen zwei Rezitative und in der Mitte eine Sopran-Arie, die von einer Solo-Violine und Generalbass-Instrumenten (Violoncello und Orgel) begleitet wird.

Text der Kantate ‚Ach Gott, wie manches Herzeleid‘
von Johann Sebastian Bach (BWV 58)

1.    Choral (Sopran) mit Arie (Bass)

Ach Gott, wie manches Herzeleid
    Nur Geduld, Geduld, mein Herze
Begegnet mir zu dieser Zeit!
    Es ist eine böse Zeit!
Der schmale Weg ist Trübsals voll,
    Doch der Gang zur Seligkeit
Den ich zum Himmel wandern soll.
    Führt zur Freude nach dem Schmerze.
    Nur Geduld, Geduld, mein Herze
    Es ist eine böse Zeit!

2.    Rezitativ (Bass)

Verfolgt dich gleich die arge Welt,
So hast du dennoch Gott zum Freunde,
Der wider dein Feinde
Dir stets den Rücken hält.
Und wenn der wütende Herodes
Das Urteil eines schmähen Todes
Gleich über unsern Heiland fällt,
So kommt ein Engel in der Nacht,
Der lässet Joseph träumen,
dass er dem Würger soll entfliehen
und nach Ägypten ziehen.
Gott hat ein Wort, das dich vertrauend macht.
Er spricht: Wenn Berg und Hügel niedersinken,
Wenn dich die Flut des Wassers lässt ertrinken,
So will er dich doch nicht verlassen noch versäumen.

3.    Arie (Sopran)

Ich bin vergnügt in meinem Leiden,
Denn Gott ist meine Zuversicht.
Ich habe sichern Brief und Siegel,
Und dieses ist der feste Riegel,
Den bricht die Hölle selber nicht.

4.    Rezitativ (Sopran)

Kann es die Welt nicht lassen,
Mich zu verfolgen und zu hassen,
So weist mit Gottes Hand
Ein andres Land.
Ach, könnt es heute noch geschehen,
Dass ich mein Eden möchte sehen!

5.    Choral (Sopran mit Arie (Bass)

Ich hab für mir ein schwere Reis‘
    Nur getrost, getrost, ihr Herzen
Zu dir ins Himmels Paradeis,
    Hier ist Angst, dort Herrlichkeit!
Da ist mein rechtes Vaterland,
    Und die Freude jener Zeit
Daran du dein Blut hast gewandt.
    Überwieget alle Schmerzen.
    Nur getrost, getrost, ihr Herzen
    Hier ist Angst, dort Herrlichkeit!

 

Dr. Thomas Lippert