Ev. Melanchthongemeinde Griesheim
- Herzlich Willkommen


 
Draußen steht eine,
die will uns was sagen,
wollen wir es wagen,
sie hinein zu lassen:
Hinein mit ihr!
 
Hi-schlott und auch Helau ihr Lieben,
hört zu, was heute wird getrieben.
Am Tag des Frohsinns und der Narrerei
ich hoffe doch es gibt kein groß Geschrei
soll’s auch bei uns bunt zu geh’n
da werden alle haben was zu seh’n.
 
Das Rednerpult wird nun zur Bütt,
oh nein, noch bin ich nicht verrückt!
Ihr Lieben gebt nun acht,
was ich euch habe mitgebracht.
 
Ihr lieben Leut,
das ist die Botschaft von heut.
 
Viele Leute feiern Fassenacht,
einmal im Jahr es richtig kracht.
Mit viel Hi-schlott und auch Allaf
Durch die Straße zieht so mancher Aff’.
 
Sonst der strenge Vater
Morgen hat er selbst nen Kater
Eigentlich der schüchterne Sven
in diesen Tagen ist er Supermann
sonst kennen wir nur das stille Mädchen
heute ist sie das Funkemariechen.
 
Alles, was ich mich sonst nicht trau,
das stelle ich nun zur Schau,
wo ich mich sonst lieber versteck
das präsentiere ich nun keck
ist doch egal, ob einer lacht
heute – Leut – ist Fassenacht
 
Ihr lieben Leut,
das ist die Botschaft von heut!
 
Bei den Jüngsten schaun’s wir ab,
die sind mit ihrer Phantasie nicht knapp,
leben ihren eignen Klamauk
ganz egal, ob es was taugt
sie sind in ihrer eignen Welt
der wirklich wahre Superheld.
 
Das Kostümieren, es macht Spaß,
wie ich des letzt bei Facebook lass,
im Kostüm, darf ich alles machen,
der andere kann ruhig d‘rüber lachen
ich brauche mich nicht weiter sorgen
vergessen ist mein Tun schon morgen.
 
Doch wie ist es sonst im Alltag?
Ja dies stelle ich hier in Frag‘.
Habe ich dann auch ne Maske an
Hinter der ich mich verstecken kann?
 
Gut ist, dass nicht gleich jeder weiß,
wann mir wird kalt und auch mal heißt.
Natürlich will ich nicht gleich jedem zeigen,
wenn ich dies und das doch lieber meide.
Es geht nicht jeden etwas an,
was mir im Leben wehgetan.
Sich zu schützen ist da gut,
dazu ich will dir geben Mut.
 
Ihr liebe Leut,
das ist die Botschaft von heut!
 
Wie ist es aber wenn,
ich mich selber nicht mehr kenn?
Wenn ich mich so verstelle,
dass ich auf die Schnelle,
gar nicht mehr weiß, wer ich bin,
ich sage euch: Das macht keinen Sinn!
 
Kann ich den Spiegel schauen,
und dem, was ich sehe, wirklich trauen?
Was schaut mir da entgegen?
Ist dieses Wesen mir bereits entlegen?
Sich selber kennen – das macht Sinn,
wirklich zu wissen – wer ich bin!
 
Einen gibt es, der mich wirklich kennt,
und mich stets bei meinem Namen nennt,
ganz ungeschminkt und wahr
er mich schon immer sah.
Er selbst hat mich erdacht
Und auf diese Welt gebracht.
 
Beim ihm, da darf ich lustig lachen
und weinen über traurige Sachen.
Ich darf ganz ruhig und stille sein
Und ein anders Mal laut schrei’n.
Er wird nicht alle meine Zweifel rauben
Doch freut er sich über einen festen Glauben.
 
Ihr lieben Leut,
das ist die Botschaft von heut!
 
Für ihn gehört dies alles zum Leben:
Weinen, lachen, trauern, freuen,
laut sein - einem eine scheuern,
spielen, siegen und verlieren,
erfolgreich sein und Kinder kriegen,
an der Seite stehen, sich verlieben,
oder auch mal Hiebe kassieren,
schlafen, wachen, träumen
die Phantasie so lassen schäumen
Ja Gott kennt alles dies
und will nicht seie‘en mies.
 
Das Leben- es ist nun einmal so:
Mal traurig und mal froh.
Mal der Zweifel dich bestimmt,
ein ander‘ Mal der Glaube Berge erklimmt.
Gott: er liebt dich so und so
Darüber sei doch bitte froh!
 
Die Bibel dazu uns sagt:
„Der Mensch sieht, was vor Augen ist, aber Gott sieht das Herz an.“
 
Ihr lieben Leut,
Das ist die Botschaft von heut!
 
Wenn andre bloß deine Maske seh‘n,
Gott wird dir nicht auf den Leim geh‘n,
er sieht ins Innerstes hinein
und kennt dein wahres Sein,
er weiß stets genau, wie es dir geht,
er ist der, der an deiner Seite steht.
 
Doch die Gefühle mögen sich vermischen,
Gott überall an meiner Seite zu wissen,
da mag es Dinge geben,
auf denen liegt kein Segen
wenn mich Verhalten verführt,
das Gott so gar nicht gebührt.
 
Wenn ich hinter verschloss‘nere Tür schlecht schwätze,
oder gar gegen unbeliebte Menschen hetze,
wenn ich dir Blei für Silber verkaufe
und ich vor jeder Pflicht weglaufe
wenn ich’s mit der Wahrheit nicht so nehm‘
und mich für all dies gar überhaupt nicht schähm.
 
Wie ist es dann mit Gott an meiner Seite?
Dann suche ich doch lieber mal das Weite!
Ja, Gott der mag die Sünde nich‘
doch seine Liebe trifft dich und mich!
Unendlich groß ist sie,
dass bitte glaube mir!
 
Ihr lieben Leut,
das ist die Botschaft von heut!
 
Mit Liebe schaut er an dein Herz,
sieht jede Freude und den Schmerz,
eine Maske kannst du bei ihm nicht tragen
aber eine Freundschaft mit ihm wagen,
Gott liebt dich mit jeder Faser und allen Poren
So kam es nun hoffentlich zu deinen Ohren.
 
Bei ihm, da musst du dich nicht verstellen,
sondern darfst dich ganz pur zu ihm gesellen,
Lass fallen vor Gott alle deine Masken
Entdecke die Freiheit von Lasten.
Gott, er schaut hinter die Fassaden
und will dich ganz ungeschminkt haben.
 
Und ich rufe euch noch einmal zu,
denn mir lässt es keine Ruh:
 
Legt ab die Masken,
ihr lieben Leut,
das ist die Botschaft von heut!
 
Hi-schlott, Hi-schlott, Hi-schlott
Ihre Gemeindepädagogin Steffi Schafhirt