Ev. Melanchthongemeinde Griesheim
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„Gier ohne Grenzen – sind Banken nur für Reiche da“ titelte im April eine Talksendung mit Sandra Maischberger. Anlass waren die Enthüllungen über die Panama Papers. Mancher Prominente oder Wohlhabende hatte in Panama durch  Banken vermittelt Gelder vor dem Fiskus versteckt. Zu gut deutsch: den Staat betrogen.

Mit von der Partie in der genannten Sendung war neben der Fraktionsvorsitzenden der Linken Sarah Wagenknecht, dem früheren Börsenjournalist Frank Lehmann unter anderen   auch Josef Müller vorgestellt  als Millionenbetrüger und  Ex-Honorarkonsul von Panama. Und das war er auch:  vermittelte er doch Briefkastenfirmen in eben diesem Zwergstaat. 

Getreu nach dem Motto „Gier frisst Hirn“- prellte er Anleger um 7,5 Millionen Euro. Das Resultat für ihn: 5 Jahre Haft.

Doch zum Erstaunen so mancher Zuschauer gab er in seiner eloquenten Art voll Begeisterung eines zum Besten: im Gefängnis sei er Gott begegnet! Das habe ihn verändert. Sinn und Zufriedenheit ins Leben gebracht. Sein Vermögen ist weg. Aber Lebenssinn ist da. Das Glück, Gott gefunden zu haben merkte man ihm förmlich an.

Leider nahm Sandra Maischberger diesen Ball nicht auf. Vielmehr ging sie bewußt in die Fortführung einer Diskussion im üblichen säkularen Rahmen. Auch keiner der Diskutanten knüpfte an Josef Müller`s Ausführungen an. Schade eigentlich.

Kann es nicht sein, dass das Ausblenden jeglicher Gottes Dimension zu einem unverantwortlichen Lebensstil voller Tricksereien führen kann und damit die grundlegende fundamentale Ursache für die Panama Papers ist? Oder anders gesagt : wo ich mich nach meinem irdischen Leben nicht mehr vor meinem Schöpfer verantworten muss, ist mir alle erlaubt .

Die Bibel sagt: „..wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi“ (2. Korinther 5, 10) Das (wieder) zu sehen und wahrzunehmen kann und wird das gesellschaftliche und persönliche Leben verändern. Lebe so, dass du jeder Zeit deinem Schöpfer begegnen kannst.

Pfarrer Holger Uhde

PS ein Lesehinweis: Josef Müller „ Ziemlich bester Schurke“ einzukaufen bei lokalen Buchhandlungen (der lokalen Steuern und Arbeitsplätze wegen)