Ev. Melanchthongemeinde Griesheim
- Herzlich Willkommen


 

Konfirmation am 1. Mai 2016
Wir liegen vor dir im Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit sondern auf deine Barmherzigkeit.

Gnade sei mit euch und Frieden!
Bittet so wird euch gegeben!  

Johannes 16.23b-27 Jesus Christus spricht: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er's euch geben.
24Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude vollkommen sei. 25Das habe ich euch in Bildern gesagt. Es kommt die Zeit, dass ich nicht mehr in Bildern mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. 26An jenem Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten will; 27denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt, dass ich von Gott ausgegangen bin.

Liebe Gemeinde,
liebe Konfirmanden,

wenn man euch heute so sieht merkt man, ihr werdet erwachsen. Ihr seht alle gut aus, es ist schön euch anzusehen.

Ihr seid nicht mehr die Kinder von gestern. Das haben die Eltern und eure Verwandten gemerkt. Ihr seid jugendlich geworden. Und nicht nur äußerlich seid ihr im Begriff erwachsen zu werden sondern auch innerlich. Ihr kennt die Verpflichtungen des Alltages, der Schule, der Familie und im letzten Jahr des Konfirmandenunterrichtes und der Kirche. In unserer gemeinsamen Zeit war es mir immer wichtig, dass ihr innerlich offen und mit einem guten Gefühl in die Kirche kommen könnt. So nach dem Motto: wenn Konfirmanden in die Kirche kommen, soll keine Hürde, keine hohe Schwelle sie in irgendeiner Weise hindern in die Gemeinschaft des Glaubens zu kommen.

Ich habe immer gesagt, wenn ihr kommt, freut sich Gott, es freut sich euer Pfarrer und es freut sich die Gemeinde. Nicht ein Muss sollte euch ihn die Kirche bewegen und motivieren, sondern die Freude an Gott, die Freude an den Menschen und die Freude untereinander. Keiner sollte in der Gruppe irgendetwas gegen den andern haben. Natürlich gibt es Sympathien und Missverständnisse, doch damit sind wir versöhnlich und Gemeinschaft fördernd  umgegangen. Ihr seid gerne in die Kirche gekommen und einige haben sich schon angemeldet zu den neuen Konfirmanden zu kommen. Darüber freue ich mich. Und ich glaube auch die neuen Konfirmanden freuen sich darauf.   

Wenn man in die Kirche kommt, kommt man eigentlich zu Gott dem Vater, dem Schöpfer der Welt, zu Jesus dem Retter im Geist der Wahrheit. Das ist die innerste Einheit des Glaubens. Die absolute göttliche Einheit. In diese göttliche Einheit des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe sind wir heute hierhergekommen zum Fest eurer Konfirmation.

Wir freuen uns mit Gott. Er freut sich mit uns. Er ist unsere Freude, wir sind seine Freude. Denn heute bestätigt ihr öffentlich euern christlichen Glauben. Ihr sagt JA zu Gott, so wie ihr das in eurem Vorstellungsgottesdienst in vielfältiger Weise getan habt. All die Themen, Stille, Ich, Familie, Geschwister, Taufe, Beruf, Liebe, Konsole, Computerspiele, Schule, Freunde, Gutgesinnte, Nicht gut Gesinnte, Nacht, Trauer, Taufe, Auferstehung, Jesus,  Gelassenheit, Wüste, Zweifel, Angst und vieles mehr, habt ihr in Bezug zu Gott gebracht. Weil wir wissen und glauben: Gott ist immer bei uns alle Tage, bis an der Welt Ende.

In diesem göttlichen Bezug haben wir gebetet, gesungen, gelacht, uns vielleicht auch mal geärgert. Wir waren und sind zusammen in seinem Namen. So wie man in einer Familie zusammen ist. Oder wie man mit Freundinnen und Freunden zusammen ist.
Die irdische Gemeinschaft verbindet sich mit der göttlichen und himmlischen Gemeinschaft.


Ihr habt geschrieben und gesagt: Gott ist Schutz, Halt, Liebe, Kraft, Zuflucht, Geborgenheit, Verständnis, Gerechtigkeit, Vertrauen, Wie ein Vater, Helfer, Beschützer, Licht, Wärme, die auch Tränen trocknet, Ewig, Gemeinschaft, Haus und Herz, Natur und Schöpfung. Die helfende Hand. Das habe ich aus vier Folien zusammengetragen. Davon gibt es 20. 5 mal könnte ich das mit euren Werken erweitern.

Im biblischen Wort zu eurem Konfirmationsfest sagt Jesus Christus: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er's euch geben. Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude vollkommen sei.

Liebe Konfirmanden,


bittet Gott, wie einen liebenden Vater, wie eine liebende Mutter und er wird eure Freude vollkommen machen. Mit allem was wir auf dem Herzen haben, können wir zu Gott kommen. Ich glaube nicht, dass er einen im Stich lässt. Und wenn er auch nicht alle Wünsche erfüllt, so gibt er uns die Kraft unser Kreuz auf uns zu nehmen. Geistliche Menschen machen die Erfahrung mit der Zeit sind die inneren seelischen Dimensionen des Lebens wichtig. Man sagt: „das ist eine Seele von Mensch“. Der ist gelassen, kann tragen und helfen, wendet sich nicht von dir ab, ist da wenn er gebraucht wird und drängt sich nicht auf. Jeder der da ist kann eine Seele von Mensch sein. Wenn er das will. Das ist deine Entscheidung. Du kannst eine Seele von Mensch sein und Du kannst was anders sein.

Im Gebet kommt die ganze göttliche Fülle in das persönliche seelische Menschenleben. Seine Kraft, seine Liebe, seine Gnade, die göttliche Beziehung, Vater, Sohn und Heiliger Geist.

In diese unendliche Beziehung werden wir Zeitliche hineingenommen. Unsere Seelen wurden von Gott berührt und erfüllt. Diese göttliche Begegnung kann keine menschliche Erfahrung auslöschen. Natürlich sind manche menschlichen Erfahrungen so schmerzlich, dass sie Gott aus dem Bewusstsein verdrängen. Schon mancher hat dabei Gott verloren. Wie kann Gott nur? Über diese Frage kommt mancher Mensch nicht hinweg. Ein Leben lang. Der Beter weiß: „Dennoch bleibe ich steht’s an Dir. Du hältst mich an meiner Hand und nimmst mich am Ende mit Ehren an. Wenn ich nur Dich habe frage ich nicht nach Himmel und Erde.“    

Hier geschieht ein seelischer Prozess beim Menschen im Bezug zu Gott den der Schöpfer des Himmels und der Erde beginnt und trägt. Ich würde sagen als Pfarrer, dass wir uns zu Gott halten, wie immer die Erfahrung ist, damit wir aus dieser Gott-Verbindung nicht herausfallen.

Ja und wenn wir das Gefühl haben herausgefallen zu sein; dann gibt es immer noch die Umkehr. Jesus Christus hat wunderbare Gleichnisse dazu erzählt. Der gute Hirte geht dem verlorenen Schaf nach. Er lässt die 99 allein und sucht das Verlorene. Nimmt es in die Arme und bringt es zurück in die Gemeinschaft der Liebe, die Glaubens und der Hoffnung.

Das habe ich euch in Bildern gesagt. Spricht Jesus der Christus. Es kommt die Zeit, dass ich nicht mehr in Bildern mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. Denn diese Liebe von Vater Sohn im Geist ist unendlich.

In dieser göttlichen unendlichen Liebe befinden wir uns heute hier. Nehmt sie alle mit. Lasst sie wirken in euren Herzen, die manchmal verletzt wurden. Denn wir brauchen diese Liebe alle, in den Lieblosigkeiten, Missverständnissen, Ungerechtigkeiten und Unsäglichkeiten unserer Zeit.

Vor allem sehen wir nun auf unsere Konfirmanden. Gott erfülle ihre Seelen mit dem Heiligen Geist, mit seiner unendlichen Liebe in Jesus Christus, dass sie immer spüren; Es gibt Gott, auch für mich. Ich darf bitten und glaube er erhört mein Gebet.

Und der Friede Gottes der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. AMEN